Sie wollen Essen gehen?
Do you want to go out for dinner?

Hier nun einige Tips, die Ihnen helfen sollen, sich im Restaurant und auf der Speisekarte („menu" – mennjuh gesprochen) zurechtzufinden:

Allgemeines

Wait to be seated – Wenn Sie ein Restaurant betreten, müssen Sie, außer in „Fast Food" Restaurants, immer warten, bis Sie ein(e) Empfangsdame/herr oder eine Bedienung begrüßt und Sie an einen Tisch führt. Was natürlich nicht bedeutet, dass Sie, wenn Ihnen der Platz nicht zusagt, nicht um einen anderen Tisch bitten dürfen. Grundsätzlich werden in den USA nie fremde Personen zusammen an einen Tisch gesetzt.

„Happy Hour"
- bedeutet, dass Sie Drinks entweder besonders günstig oder zwei Drinks für den Preis von einem bekommen – meist zwischen 16 und 18 Uhr.

„Early birds" – In vielen Lokalen bekommen Sie in der Zeit zwischen 16 und 18 Uhr besonders günstige Gerichte.

Wenn Sie Kaffee, Tee, Iced Tea, manchmal auch Cola oder ähnliches bestellen, wird Ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit so oft Sie wollen nachgeschenkt – dieser „refill" ist meist kostenlos.

Fast alle Restaurants bieten, falls sie mittags geöffnet sind, eine spezielle Lunchkarte an, d.h. Sie finden fast die gleichen Gerichte wie in der Dinnerkarte, aber wesentlich billiger. Abends sind die Portionen reichlicher und außerdem sind oft ein Salat oder eine Suppe im Preis enthalten.

The check please! - Wenn Sie mit dem Essen fertig sind und die Bedienung bringt Ihnen die Rechnung an den Tisch, bedeutet das nicht, dass Sie jetzt gehen müssen. Sie können auch noch etwas bestellen, dieses wird dann einfach auf die Rechnung addiert. Verstehen Sie diese Handlungsweise als Service, der es Ihnen ermöglicht, jederzeit zu bezahlen, wenn Sie es wünschen. Allerdings bleiben viele Amerikaner nicht lange am Tisch sitzen, sondern gehen sofort, wenn sie mit dem Essen fertig sind.

Trinkgeld (tip oder gratuity) ist üblicherweise nicht im Preis enthalten. Den Bedienungen wird vom Restaurant nur ein Mindestlohn bezahlt, der Rest ihres „Lohnes" wird vom Gast in Form des Tips bezahlt. Es wird von Ihnen mindestens 15 % gratuity erwartet. Wenn der Service sehr gut war, dürfen Sie auch 20 % geben - da beginnt dann das wirkliche „Trinkgeld". Lassen Sie sich das Wechselgeld immer zurückgeben, das Trinkgeld bleibt auf dem Tisch liegen (das gibt Ihnen auch mehr Zeit zum Rechnen!). Wenn Sie mit Kreditkarte bezahlen, addieren Sie den Betrag in der dafür vorgesehenen Spalte zum Rechnungsbetrag dazu oder Sie lassen das Trinkgeld bar auf dem Tisch liegen - was übrigens von Bedienungen gerne gesehen wird. Wenn Sie als erkennbare Touristen in einer größeren Gruppe (ab 6 Personen) unterwegs sind, wird in manchen Lokalen schon 15 % obligatorisch dazugerechnet, also kontrollieren Sie in so einem Fall die Rechnung darauf hin.

Doggy bag
– Sehr oft sind die Portionen so reichlich, dass Sie es nicht schaffen aufzuessen. Die Bedienung wird Ihnen den Rest gerne einpacken und Ihnen das „Doggy bag" mitgeben. Das ist in den USA selbst in sehr gepflegten Lokalen üblich, ja man würde sogar glauben, dass es Ihnen nicht geschmeckt hat, wenn Sie die Reste Ihrer Mahlzeit nicht mitnehmen wollen.

Sollten Sie die Toiletten suchen, fragen Sie bitte nicht nach den „toilets", das wäre sehr unfein. Fragen Sie nach den: „restroooms", oder „bathrooms". Herren fragen nach den „mens rooms", Damen nach den „ladiesrooms" oder ganz vornehm und altmodisch nach dem „powder room"!

Nun möchte ich Ihnen noch einige Übersetzungen als Hilfe zur Auswahl Ihrer Mahlzeit geben:

Frühstück
Scrambled eggs
– Rühreier
Poached
egg – kommt unserem weich gekochten Frühstücksei am nächsten, allerdings wird es ohne Schale in einer Schüssel serviert
Eggs sunny side up
– Spiegelei
Eggs over easy
– gewendetes Spiegelei
Bacon
- Speck
Cereal
– Müsli
Hash browns
– Rösti (Kartoffeln)
Pancakes with maple syrup
– Pfannkuchen (nicht so dünn wie unsere) mit Ahornsirup, in billigeren Lokalen oft kein echter Sirup

Fleischgerichte
Filet Mignon
– Filetsteak mit 220 – 300 g, etwa wie Medaillons
New York Strip Steak
– wird aus dem flachen Roastbeef geschnitten (ohne Knochen)
Rib Eye
– entspricht der Hochrippe, allerdings ohne Knochen
Sirloin Steak
– Rumpsteak. Das Sirloin Steak wird in den USA aus dem „Rumpf", d.h. aus dem oberen Ende der Keule geschnitten, und nicht wie bei uns üblich, aus dem flachen Roastbeef.
T-Bone Steak
– ist ein New York Strip Steak mit Knochen und einem kleinen Filetanteil
Porterhouse Steak
– ist ein New York Steak mit Knochen und großem Filetanteil
Ribs
– Spareribs, die richtigen sind vom Schwein

So wird in den USA Fleisch bestellt:
Rare
– sehr, sehr blutig (hat kaum den Grill gesehen)
Medium rare
– im Kern noch blutig
Medium
– innen voll rosa
Medium well
– etwas mehr als medium
Well done – völlig durchgebraten

Krusten- und Schalentiere
Maine Lobster
– Hummer, der aus Maine lebend eingeflogen wird
Florida Lobster
– Languste, hat im Gegensatz zu dem Maine Lobster keine Scheren
Shrimp
– Scampi in unterschiedlichen Größen und Zubereitungsarten (besonders zu empfehlen sind die hervorragenden Gulf Shrimps aus dem Golf von Mexiko
Oysters
– Austern - bei rohen Austern ist, wie überall, Vorsicht geboten
Clams
– Muscheln
Mussels
– Miesmuscheln
Conch
– das Fleisch der großen „Conch"-Muschel"
Die Ureinwohner Floridas haben sich früher davon ernährt. Man nennt die Einheimischen auf Key West daher „Conchs" Heute finden Sie diese Gerichte nur noch selten auf der Speisekarte. Das Fleisch ist für meinen Geschmack etwas „labbrig".
Scallops
– sehr delikates Muschelfleisch (sehen aus wie kleine weiße Fleischstücke und haben im Gegensatz zu den anderen Schalentieren sehr wenig Cholesterin)
Crab
– Krebsfleisch, „crab cake" ist ein Hamburger aus Krebsfleisch
Stone crabs
– eine ganz besondere Spezialität in Florida
Es gibt sie nur während der Saison Oktober bis Mai. Es wird nur das Fleisch der Scheren gegessen, das schmeckt allerdings vorzüglich. Die Tiere müssen übrigens für Ihr Abendessen nicht ihr Leben lassen, sondern man fängt sie, bricht ihnen eine Schere ab und läßt sie wieder frei. Dies ist nicht so brutal, wie es klingt. Auch bei Kämpfen verlieren sie ihre Scheren, die dann wieder nachwachsen. Diese Krebse stehen unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden.

Fisch
Sehr gute Speisefische sind:
Grouper
– festes, weißes Fleisch
Snapper
– (red, grey oder mangrove snapper) zartes, weißes Fleisch
Mahi Mahi
– manchmal auch noch „Dolphin" genannt. Natürlich ist es kein Delphin - um Verwechslungen auszuschließen, wurde er in Mahi Mahi umgetauft.
Sole
– Seezunge
Flounder
– Flunder
Shark
– Hai
Tuna
- Thunfisch
Salmon
– Lachs
Sea trout
– Meeresforelle
Sword fish
– Schwertfisch
Amberjack
- Seriolafisch
Mullet
– Meeräsche, schmeckt hervorragend geräuchert
Catch of the day
– bei der Bedienung können Sie erfragen, welcher Fisch als Tagesspezialität angeboten wird

Zubereitungsarten
Fried
– frittiert
Broiled
– gegrillt
Baked
– gebacken
Cajun oder blackened
– kreolische, scharfe Zubereitung, wird meist mild, medium (mittelscharf) oder hot, spicy (scharf) angeboten. Vorsicht, hot bedeutet meistens wirklich scharf!

Weder Fleisch noch Fisch
New England Clam Chowder
– eine sahnige Suppe aus Muschelfleisch, Kartoffeln und Milch
Manhattan Clam Chowder
– wie oben, aber mit Tomaten
Cole slaw
– Krautsalat mit Karotten und Sahnedressing, sehr typisch in Florida
French fries
– Pommes frites
Baked potatoe
– gebackene Kartoffel

Salat Dressings
Wenn Sie Salat bestellen oder ein Salat im Menü enthalten ist, werden Sie meist nach Ihrer Wahl des Salatdressings gefragt. Hier eine Auswahl der gebräuchlichsten:
Honey-mustard: Honig-Senf Dressing
Blue cheese: sahnig mit Roquefort Käse
Italian oder creamy Italian: Vinegrette
French: rote, sahnige, mit Tomate
Ranch: Sahnedressing
Ich frage immer nach dem „house dressing", da dieses meist hausgemacht ist.

Zum krönenden Abschluß:

Probieren Sie doch als Nachspeise die Spezialität in Florida, den „Key Lime Pie" – ein Kuchen aus dem Saft der Limonen der Florida Keys – herrlich süß-sauer. I love it!

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