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Die Entstehungsgeschichte Sarasotas & Siesta Keys |
Wo Kultur und Paradies verschmelzen
Dieses Juwel am Golf von Mexico mit seinen weitläufigen Traumstränden, dem Flair und Charme einer gewachsenen Gemeinde und seiner berauschenden Vielfalt an Attraktionen hat etwas für jeden Geschmack zu bieten.
Sarasota liegt an der Westküste Floridas am Golf von Mexiko ca. 60 Meilen südlich von Tampa und 70 Meilen nördlich von Ft. Myers. Zum Großraum Sarasota gehören die Orte Sarasota, Venice, Osprey, Nokomis, North Port und Englewood, und die vorgelagerten Barrier-Inseln Longboat Key, Lido Key, Siesta Key, Casey Key und Manasota Key.
Wer die Strandnähe sucht, wird sich auf den vorgelagerten Inseln wohlfühlen, die alle einen unterschiedlichen Charakter aufzeigen: Das exklusive Longboat Key mit Country Clubs und Golfplätzen; das mondäne Lido Key mit dem eleganten St. Armands Circle; das quirlige Siesta Key, das für seinen phantastischen weißen Puderzucker-Sand, berühmt ist und immer wieder in den Top Ten der besten Strände der Welt erscheint, das faszinierende Casey Key, mit einer der schönsten Panorama-Straßen Floridas und das südlich folgende Manasota Key.
Wer sich mehr für Golfsport als für den Gulf von Mexiko interessiert, wird sich in den exklusiven Golf- und Country Clubs, meist östlich der I75 wohlfühlen. Erwähnenswert sind hier Riverstrand, Heritage Oaks Golf & Country Club oder Lakewood Ranch mit seinen vielen Golfanlagen. Es werden in diesen Gegenden auch sehr viele Häuser und Condos für die Ferienvermietung angeboten.
Sarasota, bekannt als Kulturhaupstadt Floridas bietet ein sehr vielseitiges kulturelles Angebot für jede Altersgruppe, wie das neu renovierte Opernhaus, Theater, Festivals, Clubs und Bars. Mit seinen über 30 Golfplätzen ist Sarasota ein Paradies für Golfer und Sarasotas Wasserwege sind eine Wonne für Wassersportler jeder Art. Naturliebhaber können sich z. B. im Myakka River State Park an der ursprünglichen und vielseitigen Fauna und Flora erfreuen. Mit seiner zentralen Lage ist Sarasota ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den sonstigen Attraktionen Floridas.
Bradenton
& Anna Maria Island
Sarasotas nördliche Schwesterstadt
Bradenton ist südlich von Tampa Bay in Manatee County gelegen und hat ca. 50.000 Einwohner. Eingesäumt vom Manatee River im Norden und vom Golf von Mexiko im Westen, bietet Bradenton optimale Voraussetzungen für Wasserfreunde und Bootsliebhaber. Communities die durch ihren Key West Baustil verzaubern sind für Booter ein Paradies und Golf- und Country Clubs, die in die wundervolle Natur der Uferlandschaft am Manatee River angelegt wurden, ein Traum für Golfer.
Lakewood Ranch entwickelt dank der hohen Wohnqualität, die sich nicht nur durch die vielen Sportangebote und den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten ergibt, immer mehr zu einer eigenen Gemeinde. Schnäppchenjäger kommen bei einem Besuch der Prime Outlet Mall auf Ihre Kosten. Der Stolz von Bradenton ist das "Village of the Arts" in der Stadtmitte, wo Künstler leben, arbeiten und ihre Werke verkaufen. Das anspruchsvolle South Florida Museum ist berühmt für sein langjähriges Manatee-Maskottchen „Snooty“ (ältester in einem Aquarium lebender Manatee) und das Bishop Planetarium. Ein Magnet internationaler Größe ist die IMG Academy (ehemals Nick Bollettieri Academy), wo u.a. Tennisstars wie Andre Agassi, Boris Becker, Tommy Haas und Maria Sharapova trainiert haben.
Die dreiteilige Insel Anna Maria Island ist bequem über zwei Brücken erreichbar. Bradenton Beach, ist eine klassische Strandgemeinde die sich erfolgreich bemüht, seine Geschichte und Charakter zu erhalten. Holmes Beach ist jünger, mit neuen Wohnvierteln, kleinen Hotels und Restaurants direkt am Strand. Das historische Anna Maria hält an seinem versteckten Flair fest, sichtbar in alten Strandhäuschen und rustikalen Fischlokalen in einem ursprünglichen Dorfkern.
Die Geschichte Sarasotas
Die Gegend um Sarasota hat schon Menschen vor mehr als 10 000
Jahren angezogen. Steinzeit-Indianer, die Tocobagos, kamen über Asien durch
Nordamerika bis sie endlich Florida erreichten.
Mit der Entdeckung des nordamerikanischen Kontinents im späten 14. Jahrhundert,
kamen weitere Besucher nach Florida. Hernando de Soto, Panfilo de Narvaez, Ponce
de Leon und andere spanische Eroberer erforschten das Land auf der Suche nach
den Städten aus Gold. Sie fanden wenig Gold, aber sie ebneten den Weg für
nachfolgende Eroberer.
Fischer aus Cuba, aus Spanien und von den Bahamas kamen und fischten in den
fruchtbaren Gewässern des Golfs von Mexiko. Für hunderte von Jahren lebten sie
vom Fischreichtum dieser Gewässer.
1860 erlebte die Gegend um Sarasota eine Welle von Zuwanderungen. Die
amerikanische Regierung bot für jeden, der sich bereit erklärte sich dort
anzusiedeln, ein Stück freies Land. Angelockt von Artikeln in den
nordamerikanischen Zeitungen, die die Schönheit und den Reichtum des Landes
anpriesen, machten sich etliche Siedler auf den Weg nach Süden. Empfangen
wurden sie von William Whitaker und seiner Frau Mary Jane. Whitaker, der für
den ersten weißen Siedler in Sarasota angesehen wird, besaß 194 Morgen Land an
der Sarasota Bay, wo sich heute die 10th Street befindet. Whitaker
allerdings verbrachte nicht viel Zeit dort, sondern er züchtete Rinder im
Inland. Er überließ die „Aufzucht" seiner zehn Kinder seiner Frau und
ebenso den Kontakt zu den Nachbarn: die nächsten war die Familie Webb, welche
11 Meilen entfernt lebte, wo sich heute der kleine Ort Osprey befindet (Sie
können das Wohnhaus der Familie Webb übrigens im „Historic Spanish
Point", 500 N. Tamiami Trail, Osprey besichtigen).
Der Gipfel der Welle von Einwanderungen wurde 1885 mit der Ankunft einer Gruppe
von Siedlern aus Schottland erreicht - sie sollten helfen das kleine ländliche
Dorf in eine geschäftige Gemeinde zu verwandeln. Diese schottischen Farmer
wurden mit einer Serie von Werbeaktionen, die Sarasota als die reichste und
schönste Gegend in Florida anpriesen, angelockt. Als sie allerdings gerade vor
Weihnachten 1885 dort ankamen, wurden sie nicht von einer geschäftigen,
blühenden Gemeinde, wie ihnen versprochen wurde, empfangen, sondern von einer
ausgefahrenen Schotterstraße und einem einzigen Gebäude. Die „Stadt"
Sarasota existierte nur auf dem Papier. Doch die neuen Siedler waren kühn und
widerstandsfähig, und mit Hilfe der Nachbarn bauten sie Straßen, Schulen,
Wohnhäuser und Farmen. Auch den folgenden sehr harten Winter (es fiel Schnee in
der Sarasota Bay) überlebten sie.
Die Bedeutung des Tourismus wurde auch damals schon erkannt. Eines der ersten
Gebäude war das großartige Bayfront Hotel, das „DeSoto". Dampfschiffe
von Tampa und Züge vom „Panhandle" (der Nordwesten Floridas) kamen in
die sich rasch entwickelnde Stadt Sarasota mit Besuchern, die das Fischen, die
Jagd und die Schönheit der Umgebung genießen wollten.
Viele Besucher blieben und auch die in Tampa stationierten Soldaten des „Spanisch-amerikanischen
Krieges" verließen die Armee und siedelten sich in Sarasota an. Mit einer
Steigerung der Einwohnerzahl um 42 % in 10 Jahren wurde Sarasota im Jahre 1902
zur „Stadt" ernannt. John Hamilton Gillespie wurde er erste
Bürgermeister. Gillespie, Sohn eines schottischen Adeligen, belebte den
Tourismus in Sarasota, indem er einen der ersten Golfplätze Amerikas bauen
ließ.
Die Schönheit Sarasotas lockte nun den Geschäftsmann an, der den meisten
Einfluss auf die Geschichte Sarasotas hatte – den Zirkus-Magnaten John
Ringling. Sein Bruder Charles und er kauften viel Land in Sarasota und Umgebung
auf. John Ringling erwarb ein Grundstück nördlich von Sarasota und baute dort
den berühmten Ringling Komplex mit dem Kunstmuseum, dem Wohnhaus Ca’d’Zan
(das ist ein venezianischer Dialekt und bedeutet „Haus des John"
bedeutet) und dem Zirkusmuseum. Gebaut wurde von 1924 – 1926 (siehe auch unter
„Ausflüge und Sehenswürdigkeiten" – „Ringling Museum").
Er investierte auch viel in Grundstücke auf den vorgelagerten Inseln. Er besaß
alles, was er von seinem Haus sehen konnte, von St. Armands Key (Lido Key) bis
zum südlichen Longboat Key. Sein Plan war es, das Festland mit einer Serie von
Brücken mit den Inseln zu verbinden, so dass der Automobilverkehr bequem das
von ihm geplante Luxushotel auf Longboat Key erreichen konnte. Schließlich
wurde auch eine Brücke nach Lido Key gebaut, aber Ringlings Ritz-Carlton
Luxushotel wurde nie vollendet und der Bau der Brücke nach Longboat Key wurde
abgebrochen, als 1929 der Aktienmarkt zusammenbrach.
Doch Sarasota entwickelte sich weiter, nicht zuletzt durch die Rivalität der
Ringling Brüder, die sich gegenseitig mit dem Bau von diversen Gebäuden
übertrumpften. Der Bauboom in den zwanziger Jahren wurde durch den
Zusammenbruch an der Wall Street jäh unterbrochen. Einige Hurrikans zerstörten
große Teile der Stadt und töteten hunderte von Menschen. Aber wieder half John
Ringling der Wirtschaft Sarasotas, indem er es zum „Winterhome" seines
damals weltbekannten Zirkusses machte.
Einen neuen Boom gab es in den späten 40er Jahren, als viele Jungverheiratete
auf der Suche nach erschwinglichen Häusern nach Sarasota kamen. Die Besiedelung
beschränkte sich zu diesen Zeiten hauptsächlich auf das Festland. Erst als die
Grundstücke auf dem Festland durch Grundstückspekulationen zu teuer wurden,
wurden langsam auch die Inseln als Wohngegend genutzt. Heute allerdings befinden
sich die günstigeren Grundstücke wieder auf dem Festland und Sarasota wächst
weiterhin beständig.
Siesta Key und seine Geschichte
Heute ist es schwer sich Siesta Key ohne
Strandspaziergänger, exklusive Strandhotels, gemütliche Lokale und Geschäfte
vorzustellen. Aber Siesta Key war vor nicht zu langer Zeit noch eine einsame
Insel mit menschenleeren weißen Stränden, zugewachsen von Mangroven und
Palmen.
Als sich Sarasota bereits zu einer Stadt entwickelte, gab es auf Siesta Key nur
einige Fischer, die sich Hütten auf der Insel bauten, denen das rustikale
Leben, umgeben von Wildkatzen, Klapperschlangen, Wildschweinen und Schwärmen
von Moskitos nichts ausmachte.
Als der Junggeselle Louis Roberts von Key West nach Sarasota kam lernte er die
schöne Tochter „Ocean" eines Paares vom Festland kennen und verliebte
sich in sie (ihr Name war „Ocean" weil sie auf dem Weg von Europa nach
Amerika auf dem Schiff geboren wurde, nach ihr ist der Ocean Boulevard auf
Siesta Key benannt). Das Paar heiratete bald und baute sich ein großes Haus auf
Siesta Key, das damals noch Sarasota Key genannt wurde. Sie vergrößerten das
Haus nach und nach und im Jahre 1906 wurde es zum Roberts Hotel, das für seine
exzellenten Fischgerichte berühmt wurde.
Im Jahre 1907 tat Roberts sich mit dem Bürgermeister von Sarasota, Harry Higel,
und einem Besucher aus Maryland namens Arbogast zusammen und sie gründeten die
Siesta Land Company. Das nördliche Ende Sarasota Keys wurde umgenannt in
Siesta, die drei Enthusiasten teilten das Land auf und versuchten, die einzelnen
Grundstücke zu verkaufen. In einem Prospekt, mit dem sie Besucher interessieren
wollten, schrieb Higel: „Siesta im Golf ist die begehrenswerteste Umgebung in
Florida für ein Winter- oder Sommerhaus. Es ist nur zweieinhalb Meilen entfernt
von der wunderschönen Sarasota Bay und der wachsenden Stadt Sarasota. Es dauert
nur 20 Minuten, um es von Sarasota aus mit der Fähre zu erreichen." Trotz
alledem ging der Verkauf nur schleppend voran, obwohl 1912 das Bay Island Hotel
eröffnet wurde. Higel und Roberts unternahmen einiges um die Inselgrundstücke
interessanter zu machen: kleine Buchten wurden ausgebaggert, Kanäle gegraben
und Badehäuser wurden am Strand gebaut. So war es den Leuten aus Sarasota nun
möglich, sich umzuziehen ohne sich in den Büschen verstecken zu müssen.
Übrigens waren zu dieser Zeit den ganzen Sommer an jedem Donnerstag Nachmittag
alle Geschäfte in Sarasota geschlossen, damit die Angestellten Zeit hatten, zum
Baden nach Siesta Key zu fahren.
Higel erkannte, dass es für die Entwicklung der Insel notwendig war, eine
Brücke zu bauen. Die Bay Bridge wurde 1917 gebaut und dies brachte einige neue
Einwohner mit sich. 1926 wurde eine zweite Brücke nach Siesta Key gebaut.
Jetzt, da die Insel bequem zu erreichen war wurde sie immer attraktiver für
neue Inselbewohner. Zwei Frauen, Fanneal Harrison und Catherine Gavlin
gründeten eine fortschrittliche Schule (Out-Of–Door Academy) und eine
Theatergruppe, genannt „Players". Beides existiert heute noch.
Das Roberts Casino wurde ca. 100 m entfernt vom Strand an der Ecke Beach Road
und Ocean Boulevard gebaut. Der Strand war so breit, dass kleine Flugzeuge
darauf landen konnten. Im Jahre 1940 lebten 300 Menschen auf der Insel.
In den späten 50igern wurde Siesta Village zu einem „Hot Spot". „Buckmaster’s"
war der erste Laden im Village und bald folgte „Fred’s Market", „Wimpy’s
Garage", „Christie’s Drive-In" und das „Petticoat House".
Der „Beach Club" (heute noch im Village) war das Herz der abendlichen
Aktivitäten; dort wurden während der „Happy Hour" Drinks für 35 Cents
verkauft. Künstler und andere berühmte Leute wie Eleanor Roosevelt (sie
besuchte Siesta Key 1953) wurden von Siesta Key angezogen und einige machten es
zu ihrem Zuhause.
Obwohl sich die Namen der Geschäfte und Lokale geändert haben und natürlich
in den letzten 20 Jahren sehr viel gebaut wurde, bietet Siesta Key auch heute
noch eine ganz besondere Atmosphäre. Wer einmal einen Urlaub auf Siesta Key
verbracht hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit immer wieder von der
Sehnsucht nach diesem kleinen Inselparadies gepackt. Auch uns zieht es immer
wieder in unser Inselhaus, in dem wir uns so wohl fühlen.
Auch wenn die Insel sehr viel lebendiger geworden ist, hatte Harry Higel recht
mit der Aussage:
„Siesta Key ist ein Hafen der Ruhe, wo die Wellen des Wassers vom Sarasota Big Pass an den langen, weißen, sauberen Strand plätschern, wo die Brise vom Golf her bläst, rein und erfrischend..., wo man sich in der tropischen Vegetation der Insel verlieren kann in dem Taumel der Gedanken und der Inspiration der Seele..."
Fehlen darf hier natürlich nicht die Legende von „Sara de Soto":
Vor ca. 400 Jahren lebte Sara de Soto, die Tochter des spanischen Eroberers Hernando de Soto in dem Camp ihres Vaters an der Sarasota Bay. Von der Ferne wurde sie bereits von Chichi-Okobee, dem Sohn eines berühmten Indianerhäuptlings verehrt. Dieser wurde von den Spaniern gefangen genommen. Er wurde sehr krank und Sara pflegte in gesund. Aber bald wurde auch sie von der schweren Krankheit heimgesucht. Chichi holte den Medizinmann und pflegte sie Tag und Nacht. Aber die schöne Sara starb. Gebrochenen Herzens fragte Chichi ihren Vater, ob er Sara in der Sarasota Bay bestatten dürfe. Dieser erlaubte es und Sara wurde mit einem Kanu in Begleitung von Chichi und einigen seiner Stammesbrüder genau in das Zentrum der Sarasota Bay gebracht und dort wurde ihr Körper langsam in den Golf von Mexiko versenkt. Auf einen Befehl Chichis hin wurden alle Kanus mit Tomahawks zerstört und er und seine Freunde versanken ebenfalls in die Tiefe, um die schöne Sara in dem klaren, blauen Gewässer der Sarasota Bay zu beschützen.
Das ist die Legende der Sara de Soto, eine sehr hübsche sehr wohl, aber ihre Wahrheit konnte nie bewiesen werden. In vorhandenen Aufzeichnungen wurde nie eine Frau erwähnt, die die Expedition de Sotos begleitet hätte und es gibt keine Anzeichen dafür, dass Hernando de Soto eine Tochter namens Sara hatte.
Nichts desto trotz, handelt es sich um eine gute Geschichte und niemand kann widerum beweisen, dass sie nicht stimmt.
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