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Selby Botanical Gardens / G.WIZ / Pelican Man / Mote Marine Aquarium / Ringling Museum / Spanish Point / Flying Fish Fleet / Key Sailing / Bay Lady / Snook Haven / Myakka River State Park |
Selby Botanical Gardens
811 South Palm Avenue, in der Nähe der Sarasota Marina bzw. Downtown,
Tel. (941) 366-5731, www.selby.org
Wunderschöner Botanischer Garten, weltbekannt für die riesige Sammlung von
mehr als 6 000 lebenden Orchideen. Die Kolumnistin Duane Campbell bezeichnete
ihn als die „Supernova" der Botanischen Gärten. Innerhalb der fast 45
000 qm des Selby Gardens an der Bayfront Sarasotas befinden sich der Garten und
einige Gewächshäuser mit mehr als 20 000 farbenprächtigen Pflanzen. Auf dem
Grundstück finden Sie außerdem die ehemalige Christy Payne Mansion, ein
einzigartiges Beispiel südlicher Kolonialarchitektur. Jetzt befindet sich darin
das „Museum of Botany and the Arts", in dem unterschiedliche
Kunstausstellungen präsentiert werden.
Ein Spaziergang in Selby Gardens ist eine Streicheleinheit für die Seele, die
Sie sich nicht entgehen lassen sollten!
Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 17.00 Uhr
G.WIZ
Boulevard of the Arts, westlich von US 41, Tel. (941) 906-1851, www.gwiz.org
Neu eröffnetes interaktives technisches Museum
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 10 – 17 Uhr, Sonntag 13 – 17 Uhr,
montags geschlossen
Pelican
Man's Bird Sanctuary
1708 Thompson Park; City Island, direkt neben dem Mote Marine
Aquarium, Tel. (941) 388-4444, www.pelicanman.org
Das Pelican Man Bird Sanctaury wurde im Jahre 1981 von Dale
Shields gegründet, dem „Pelican Man". In diesem Jahr erlitt Dale Shields
einen Herzinfarkt und mußte in Frührente gehen.
Eines Tages fand er beim Angeln einen verletzten Pelikan und nahm ihn mit nach
Hause. Er telefonierte herum und versuchte, Hilfe für den verletzten Vogel zu
finden. Als es ihm nicht gelang, entschied er sich, den Pelikan selbst gesund zu
pflegen und hatte Erfolg. Seitdem hat er die Pflege kranker Vögel zu seiner
Lebensaufgabe gemacht. Er lehrte sich selbst alles was er wissen musste und mit
Hilfe von engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern und Sponsoren erweiterte er
seine Arbeit für die verletzte Tierwelt. Seit 1988 mietet das Sanctuary das
Land neben dem Mote Marine Aquarium von der Stadt Sarasota für 1 Dollar Miete
pro Jahr. Hier werden nun kranke und verletzte Vögel gesund gepflegt und wenn
möglich wieder freigelassen. Es leben dort auf Dauer mehr als 200 Vögel, die
durch ihre Behinderung nicht mehr freigelassen werden können. Seit Bestehen
1985 sind mehr als 80 000 Vögel und andere Tiere wie z. B. Landschildkröten
gesund gepflegt worden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter erhalten ca. 6 000
Notrufe und fahren ca. 150 000 Meilen pro Jahr, um kranke und verletzte Vögel
zu retten. Der „Pelican Man" leitet weiterhin das Sanctuary
ohne Bezahlung, er verfügt über 24 Mitarbeiter und mehr als 300 ehrenamtliche
Helfer.
Das Pelican Man’s Bird Sanctuary ist eine unabhängige „Nonprofit"-Organisation
und ist auf Spenden angewiesen.
Aus eigener Erfahrung kann ich folgende Geschichte erzählen:
Letzten Sommer sind wir mit Freunden Brenda und Jimmy in unserem Kanu durch die
Kanäle auf Siesta Key gepaddelt. Auf dem Nachhauseweg von der Insel „McDonald
Island" im Intercoastal sahen wir in einer kleinen Bucht einen
offensichtlich verletzten braunen Pelikan. Seine Flügel hatten sich in einer
Angelleine verheddert. Obwohl er schon ziemlich geschwächt war, konnten wir ihn
nur mit Mühe einfangen. Wir paddelten mit ihm im Kanu - Jimmy hatte ihn in ein
Handtuch gewickelt und hielt ihm den riesigen Schnabel zu - zu unserem Haus
zurück. Wir brachten „McDonald", so nannten wir unseren neuen
gefiederten Freund, zum „Pelican Man", wo er herzlich
aufgenommen, gesund gepflegt und inzwischen wieder in die Freiheit „entlassen"
wurde. Waren wir froh, dass wir wussten, wohin wir ihn bringen konnten.
Öffnungszeiten: täglich 10.00 - 17.00 Uhr
Neuerdings werden auch Bootsausflüge angeboten:
Peli-Boat Tours (Abfahrt Holiday Inn Marina, 7150 Tamiami Trail)
Donnerstag morgens: 9 – 11 Uhr, Donnerstag mittags: 11 – 14:30 Uhr, Samstag
mittags: 11 – 14:30 Uhr
Mote Marine
Science Aquarium
auf City Island, südl. von der New Pass Bridge (Longboat Key), Tel.
388-4441, www.mote.org
Hier bekommen Sie einen Einblick in die Welt des Golfs von Mexiko. Das Mote
Marine ist aber kein Vergnügungspark, sondern hier arbeiten
Wissenschaftler und Meeresbiologen. Weltbekannt ist Mote Marine
für seine Krebsforschung bei Haien. Es wird Ihnen auf sehr interessante und
unterhaltsame Art die Natur näher gebracht. U. a. gibt es ein Streichelbecken
mit Rochen, Muscheln, Seesternen, Sanddollars und Einsiedlerkrebsen und „Horseshoecrabs".
In einem Aquarium können Sie die „großen Fische", wie Haie, Barakudas,
Hechte und Tarpons bewundern. Ehrenamtliche Mitarbeiter (volunteers) geben sich
alle Mühe, den Besuchern diese fremde Welt zu erklären. Delphine werden dort
nicht gehalten. Aber es gibt einen eigenen Bereich, wo kranke gestrandete
Delphine oder Wale gesund gepflegt werden. Besucher dürfen diesen Bereich
allerdings nicht betreten, da die Tiere zu empfindlich auf Störungen reagieren
würden. Sie können auf einem Bildschirm die Pflege dieser Meeressäugetiere
beobachten.
Ein Bereich der Forschungsarbeit ist die Überwachung der Schildkrötennester an
den Stränden um Sarasota. Dort legen die riesigen „Loggerheadturtles"
ihre Eier ab (in der Zeit von Mai bis Juli). Die Nester werden dann sofort von
„Mote" abgesteckt und bis zum Ausschlüpfen beobachtet. An einem
der Pfosten am Nest können Sie das Datum lesen, an dem es gelegt wurde.
Manchmal können Sie auch einen Gitterkäfig über ein Nest gestülpt sehen; das
soll die Schildkröteneier vor hungrigen Waschbären, Vögeln und vor
streunenden Hunden schützen.
Wir konnten die Arbeit der Mote Mitarbeiter einmal direkt miterleben, als wir
vor ein paar Jahren unseren morgendlichen Strandspaziergang unternahmen. Auf dem
Weg zum Strand auf Siesta Key fanden wir ein frisch geschlüpftes
Loggerheadturtle-Baby. Da diese nachts schlüpfen und dann sofort dem helleren
Licht des Meeres folgen, um in den Fluten des Golfes von Mexiko verschwinden,
wussten wir, dass wir eine Tragödie erleben, die sich ereignet, wenn der Mensch
nicht im Einklang mit der Natur lebt. Einer der unverantwortlichen
Hauseigentümer eines Strandhauses hat das Licht in Richtung Strand nicht
abgedeckt. So liefen die meisten der ca. 80 geschlüpften Babyschildkröten, dem
hellen Licht folgend, in den sicheren Tod. Wir konnten nach langem Suchen nur
fünf lebende Babies finden, die wir der Obhut von Mote Marine
übergaben.
Da das Mote Marine Laboratory und Aquarium eine unabhängige „Nonprofit"-Organisation
ist, ist sie auf Spenden angewiesen. Für eine Spende von 100 $ können Sie
Ihren Namen in einem Pflasterstein (ähnlich wie die Filmstars in Hollywood)
verewigen. Den „Charity-Stein" können Sie vor dem Eingang finden. Auch
kleine Spenden sind gern gesehen. Sie können z. B. für 1 $ eine Gallone
Wasser für das Delphin-Becken „kaufen" oder ein Schildkrötenbaby
symbolisch „adoptieren".
Wenn Sie noch mehr über die Natur in der Sarasota Bay lernen und sehen wollen,
dann kann ich Ihnen eine Fahrt mit der „Explorer" empfehlen. Bei
dem Trip mit diesem „Mote-Schiff" wird Ihnen sehr viel
erklärt und gezeigt. Unter anderem wird mit einem Netz, das für eine Weile am
Meeresboden entlanggezogen und hochgeholt wird, gezeigt, welche kleineren und
etwas größeren Tiere in der Sarasota Bay leben. Natürlich werden alle Tiere
nach einer Erklärung und nachdem Sie sie genau betrachten konnten, wieder in
die Freiheit gesetzt.
Öffnungszeiten: täglich 10:00 – 17:00 Uhr
Ringling Museum
of Art
5401 Bayshore Road, gegenüber vom Sarasota Flughafen, Tel. 351-1660,
www.ringling.org
Der Museumscomplex (bestehend aus der Kunstgalerie, Cà d’Zan und dem
Zirkusmuseum) ist das Vermächtnis von John Ringling (1866-1936) und seiner Frau
Mable (1875-1929). John Ringling vermachte sein Kunstmuseum mit der
Kunstsammlung, das Ca`d’Zan (die Ringling Winter Residenz) und das Grundstück
mit seinen Gärten an der Sarasota Bay den Bürgern von Sarasota. Der Staat
übernahm den Besitz im Jahre 1946. A.Everett Austin jr., der erste Direktor des
Museums ergänzte es 1948 mit dem Ringling Zirkus Museum und 1950 mit dem Asolo
Theater.
Geöffnet täglich von 10 bis 17:30 Uhr, außer Neujahrstag, Thanksgiving und
Weihnachtstag
Art Museum
John und Mable entschlossen sich im Jahre 1925, in Sarasota ein
Kunstmuseum zu bauen. Die Pläne wurden von dem New Yorker Architekt John
Phillips entworfen. Das Design des Museums ist geprägt von der Liebe der
Ringlings für alles Italienische, und der Architekt rekonstruierte Motive ihrer
Lieblingsstädte Florenz, Mailand und Venedig. Das Museum wurde bereits als
eines der schönsten in den Vereinigten Staaten bezeichnet. Das Gebäude wurde
1929 vollendet und im Jahre 1930 eröffnet.
Die Ringling Kunstsammlung enthält Werke aus über 500 Jahren, die meisten von
John Ringling selbst erstanden. Sie ist international bekannt für ihre
Barockgemälde wie z. B. eine Serie von Gemälden von Peter Paul Rubens
(die einzige außerhalb Europas), Bilder von Diego Velàzquez, Frans Hals und
Nicolas Poussin. Das Museum beinhaltet noch viele andere bemerkenswerte
Kunstwerke. Das Museum wird weiterhin ergänzt mit Kunstwerken aus dem 20.
Jahrhundert, und es finden unterschiedliche Ausstellungen mit zeitgenössischer
Kunst statt. Wunderschön ist auch der Innenhof mit seinen Nachbildungen aus dem
19. und 20. Jahrhundert von antiken griechischen und römischen Statuen und
Barockskulpturen.
Cà d’Zan, die Winterresidenz der Ringlings
Cà d’Zan (Venezianischer Dialekt für das „Haus des John") ist eines
der wenigen amerikanischen Schlösser. Geplant wurde es von dem New Yorker
Architekten Dwight James Baum, und gebaut wurde es zwischen 1924 und 1926.
Dieses historische Haus spiegelt John und Mable Ringlings verschwenderischen und
auserwählten Geschmack für Architektur und dekorative Kunst wieder. Es wurde
den venezianischen Palästen nachgebaut, die Mable auf ihren Reisen nach Italien
so sehr bewunderte. Von der marmorgepflasterten Terrasse aus hat man einen
spektakulären Blick auf die Bucht von Sarasota mit ihren vorgelagerten Inseln.
Ringling Museum of the Circus
John Ringling hat Sarasota für immer mit dem Zirkus verbunden. 1927
verlegte er das Winterquartier des Ringling Brothers und Barnum & Bailays
Circus von Bridgeport, Connecticut, nach Sarasota, wo es auch für die nächsten
30 Jahre blieb.
Das Museum wurde 1948 zu Ehren John Ringlings gegründet. Es war das erste
Museum in den USA, in dem Dokumente und Produkte aus der reichen Geschichte des
Zirkus gesammelt und ausgestellt werden.
Historic Grounds und Rose Garden
Als die Ringlings nach Sarasota kamen, war das Grundstück mit den einheimischen
Bäumen wie Palmen, Eichen und Kiefern bedeckt. Mable ergänzte es mit einer
Sammlung von exotischen Pflanzen. Die Banyan Bäume waren ein Geschenk von
Thomas Edison, der ein Haus in Ft. Myers, Florida, besaß (Beschreibung folgt).
Die „Royal Palmen" kamen aus Cuba, und andere tropische Pflanzen aus John
Ringlings Gärtnerei auf Longboat Key.
Wenn Sie nun hungrig und durstig sind, kann ich Ihnen das Banyan Café
(siehe „Restaurants") neben dem Zirkusmuseum empfehlen. Zwischen den
phantastischen, riesigen Banyan Bäumen befindet sich dieses gemütliche
Restaurant, in dem Sie innen mit Klimaanlage oder auf der schönen „Porch"
(überdachten Terrasse) gut eine Kleinigkeit essen können.Geöffnet täglich
von 11 bis 16 Uhr (Mai bis Oktober) und 11 bis 17 Uhr (November bis April).
Historic
Spanish Point
337 North Tamiami Trail (US 41), Osprey (südlich von Sarasota), Tel.
966-5214, www.historicspanishpoint.org
Nachdem wir jahrelang an diesem von der Straße aus unauffälligen Park
vorbeifuhren (immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, irgendwann sollten wir uns
das mal anschauen), habe ich endlich mit zwei lieben Gästen aus Deutschland
einen Ausflug zum Spanish Point unternommen. Dieser Spaziergang auf den Spuren
der Vergangenheit hat uns wirklich begeistert. Wenn Sie die Natur lieben und an
der Geschichte Floridas interessiert sind, kann ich Ihnen einen Besuch im
Spanish Point nur empfehlen – wir haben ihn als eine Streicheleinheit für die
Seele empfunden.
Sie können den Park selbständig erkunden oder an einer der angebotenen
Führungen teilnehmen.
Das Gebäude, in dem Sie Ihren Besuch beginnen, ist die alte Schule von Osprey.
Sie war eine von fünf Schulen in Sarasota County, die zwischen 1926 und 1928
gebaut wurden, um dem Bevölkerungszuwachs während des Immobilienbooms in den
Zwanziger Jahren gerecht zu werden. Der bekannte Architekt M. Leo Elliott
entwarf diese Schule im schlichten, klassischen spanischen Kolonialstil. Das
Gebäude ist aufgenommen im „National Register of Historic Places". Heute
befindet sich darin das Besucherzentrum. Hier beginnt Ihr Spaziergang in die
Vergangenheit mit dem Erwerb der Eintrittskarten, einem kleinen Museumsbesuch
und einer Filmvorführung. Sie können hier auch eine deutsche Broschüre
erhalten, die mir als Vorlage für die nachfolgenden Schilderungen diente. Zum
eigentlichen Parkeingang fahren Sie noch ein paar Minuten mit Ihrem Auto.
Nachweis prähistorischer Bewohner (2000 v. Chr. – 1000
n. Chr.)
Vor ca. 4 000 Jahren lebten in diesem Gebiet die ersten indianischen
Ureinwohner. Sie fanden hier den richtigen Platz zum Fischen und Jagen. Sie
knüpften Fischernetze und stellten aus Muscheln, Steinen und Holz Werkzeuge
her. Im Spanish Point sind ein Grabhügel und zwei "Midden" (Hügel,
entstanden aus Überresten des täglichen Lebens, wie Muscheln und Tierknochen)
zu sehen, welche die Nachweise für diese frühen Besucher enthalten..
Die ersten Siedler (1867 – 1910)
Um dem harten Winter in New York zu entfliehen, reisten John und Eliza Webb
mit ihren fünf Kindern 1867 nach Florida. Auf Key West trafen sie einen
spanischen Kaufmann, der ihnen dieses Gebiet empfahl. Die Familie Webb ließ
sich hier nieder und benannte das Gebiet nach ihrem Ratgeber „Spanish
Point". Während der folgenden 40 Jahre bewirtschafteten die Webbs mehr als
45 000 qm Land und verschifften ihre Ernte zu den Märkten auf Key West, von wo
aus sie dann weiter in den Norden der USA gebracht wurden.
Die Palmer Ära (1910-1918)
Bertha Matilde Honore Palmer war eine weitblickende Frau, die 1910 das
subtropische Paradies von Sarasota als einen der begehrtesten Orte der Welt
erkannte. Die Witwe des wohlhabenden Chicagoer Potter Palmer kaufte einen
Großteil des heutigen Landkreises Sarasota, um das Land für Immobilienhandel,
Anbau von Zitrusfrüchten und Viehzucht zu nutzen. Spanish Point wurde ihr
Winterwohnsitz mit dem Namen „Osprey Point". Sie ließ herrliche Gärten
anlegen, welche die Bauten der Familie Webb und die Plätze der ersten
Ureinwohner mit einbezogen. Als Frau Palmer 1918 verstarb, blieb Spanish Point
im Besitz der Familie, bis die Ländereien 1980 der Gulf Coast Heritage
Association Inc. gestiftet wurden.
Die Natur
In Historic Spanish Point betreten Sie eine ruhige Oase inmitten des
geschäftigen Sarasota County. Die westliche Seite des 121 500 qm großen Areals
(Little Sarasota Bay) ist von Mangroven bewachsen, die östliche mit flachen
Pinienwäldern. Bambus, Eichen, Feigenbäume und vieles mehr schaffen eine
erholsame, friedliche Atmosphäre. Sie bekommen hier einen Einblick in die
reichhaltige einheimische Pflanzenwelt vermischt mit von der Familie Palmer
angesiedelten nicht heimischen, exotischen Gewächsen. Viele Pflanzen sind
erläutert. Wenn Sie weitere Erläuterungen lesen wollen, können Sie im
Museums-Shop einen Planzenführer erwerben.
Nachfolgend nun die Erklärungen der einzelnen Bereiche Ihres
Rundganges im Historic Spanish Point (die Nummern in den Klammern beziehen sich
auf die Nummern im Plan, den Sie an der Kasse erhalten):
Ornamental Pond (2)
Dieser romantische kleine See wurde von Frau Palmer als Wassergarten kreiert.
Burial Mound (3)
Dieser Hügel wurde von vielen Generationen der frühen Ureinwohner als
Begräbnishügel benutzt. Ausgrabungen ergaben Menschen- und Tierknochen, sowie
Grabbeigaben aus Haifischzähnen und Tongefäßen aus der Zeit von 3 000 bis 1
000 v. Chr.
Webb Packing House (4)
Hier wurden die geernteten Zitrusfrüchte gewaschen, getrocknet, sortiert und
verpackt. Anschließend wurden Sie zu den Märkten auf Key West und Cedar Key
verschifft. Dieses Haus ist eine authentische Nachbildung des Originals.
Mary’s Chapel (5)
Diese Kapelle wurde nach Mary Sherill benannt, einer jungen Frau, die während
ihres Urlaubes in Spanish Point verstarb. Die 1986 rekonstruierte Kapelle
enthält sechs bleiverglaste Fenster und die Glocke, die von dem Originalbau
erhalten geblieben sind. Sie können diese Kapelle für eine romantische
Hochzeit mieten. Die Miete beträgt 300$ für 2 Stunden. (Nicht mehr als 40
Gäste.) Info und Reservierung unter Tel. 966-5214 ext. 210.
Pioneer Graveyard (6)
Mitglieder der Webb Familie und andere Pioniere wurden auf diesem Friedhof
beerdigt.
Duchene Lawn & Classic Portal (7)
Frau Palmer benannte die Rasenfläche mit dem Portal nach dem Architekten
Duchene. Die Fläche ist bepflanzt mit Queen-, Phoenix- und Washington-Palmen.
Das Portal rahmt den schönen Blick über die Bucht der Webbs ein.
Litchi Field (8)
Wo sich früher eine Plantage von Litchibäumen befand, ist heute ein idealer
Platz für ein Picknick oder Veranstaltungen.
Fern Walk (9)
Der Eingang zu diesem Farngarten befindet sich unter dem Aquädukt. In der Mulde
der hufeisenförmigen „Archaic Midden" finden Sie eine Vielfalt von
Farnen, Palmen und tropischen Pflanzen.
Guptill House (10)
1901 bauten Frank und Lizzie Webb Guptill ihr Haus auf einer der
prähistorischen „Midden". Hier an der „Little Sarasota Bay" übte
Frank sein Geschäft als Bootsbauer aus. 10 Jahre später kaufte Frau Palmer den
Besitz und nannte ihn „Hill Cottage". Restauriert durch die Gulf Coast
Heritage Association, ist das Haus wieder möbliert zu besichtigen. Hier
befindet sich auch eine öffentliche Toilette.
Jungle Walk & Aqueduct (11)
Der Dschungelweg und das Aquädukt wurden von Frau Palmer entworfen. Muschelwege
führen, parallel zu dem Aquädukt, an klassischen Gefäßen und tropischen
Pflanzen vorbei. Das Wasser fließt in einen Muschelbrunnen.
Cock’s Footbridge (12)
1890 wurde diese Brücke von Daniel Cock über die Webbs Bucht (Webb’s
Cove) erbaut. Sein Wohnhaus befand sich nördlich von der Brücke. Heute haben
Sie hier eine wunderschöne Aussicht auf die von Mangroven eingerahmte Bucht.
Point Cottage (13)
Dieses Haus wurde 1931 für Potter Palmer III und seine Frau Rose erbaut und
1988 in ein Bildungszentrum mit Klassenräumen umgebaut.
„A Window to the Past" (14)
In dieser archäologischen Ausstellung können die unterschiedlichen
Schichten der „Shell Ridge Midden" und deren Bestandteile betrachtet
werden. Ein audiovisuelles Programm unterstützt die Interpretation von mehreren
Tausend Jahren Geschichte.
Shell Midden (15)
Die höchste Stelle auf Shell Ridge wurde von den prähistorischen Bewohnern
geschaffen, vermutlich für einen Tempel oder Häuptlingswohnsitz. 1867 erbaute
die Familie Webb hier ihr erstes Haus.
Pergola & Sunken Garden (16)
Dieser Garten und der Wandelgang wurden zwischen 1912 und 1915 von Frau Potter
entworfen. Ein angelegter Garten als Kontrast zur heimischen Flora. Dieser
Garten kann ebenso für Hochzeiten gemietet werden. Die Miete für zwei
Stunden beträgt 500 $. Die Anzahl der Gäste darf 150 Personen nicht
überschreiten.
White Cottage (17)
1884 wurde dieses großzügige, zweigeschossige Haus von Jack Webb erbaut.
Später wurde es das Gästehaus der Familie Webb. Heute befinden sich hier
Büroräume und ein Picknickbereich.
Öffnungszeiten: Montag – Samstag 9 – 17 Uhr, Sonntag 12 – 17 Uhr
Führungen finden täglich statt, deutschsprachige Führungen nach Vereinbarung
Ausflug mit der
"Flying Fish" Fleet
Marina Jack (Jachthafen) in Sarasota, Tel. (941) 366-3373, www.flyingfishfleet.com
Zum Angeln, Tiefseefischen oder nur zum Genießen!
Die Eigentümer dieser Flotte, Cheryl und ihr Ehegatte JB, haben gerade ein
neues Schiff dazu gekauft, auf das sie zurecht sehr stolz sind. Sie sind
übrigens unsere Nachbarn auf Siesta Key, was dazu führt, dass wir nicht selten
das Glück haben, in den Genuss eines tollen Fischdinners zu kommen, wenn die
Ausbeute eines Trips wieder einmal gut war. Das ist allerdings nicht der einzige
Grund, warum sie auch unsere liebsten Nachbarn sind.
Es werden Ganz- und Halbtagestouren angeboten. Auf den Schiffen werden Angeln,
Köder etc. zur Verfügung gestellt. Es ist zu empfehlen, ein altes Handtuch
oder Papierhandtücher für die „fischigen" und nassen Hände
mitzubringen! Wenn Sie keine Ahnung vom Angeln haben; macht nichts, es wird
Ihnen alles erklärt. Wenn Sie einen Fisch an der Angel haben, brauchen Sie sich
nur zu melden und es wird alles für Sie erledigt: der Fisch wird von der Angel
genommen und für Sie aufbewahrt oder wieder freigelassen. Wenn Sie wieder an
Land kommen, können Sie sich Ihre Fische, gegen eine geringe Gebühr,
filetieren lassen. Sie können auf diesem Trip sehr gute Speisefische wie
Snapper, Grouper oder Flunder fangen.
Bei Beginn der Fahrt wird ein Mitglied der Crew kommen und fragen, ob Sie sich
am Jackpot beteiligen wollen. Es kostet 3 $ pro Person und wer dann den
schwersten Fisch angelt, bekommt am Ende die Einnahmen. Wir haben schon einmal
60 $ gewonnen. Sollten Sie aber gewinnen, vergessen Sie bitte nicht, dem Captain
und der Crew einen Teil Ihres Gewinns (ca. 15%) abzugeben.
Ein Ausflug mit der Flying Fish Fleet ist sicher ein Spaß für die ganze
Familie, besonders da nicht immer der so erfahrene Papa die großen Fische
fängt! Nur wenn Sie leicht seekrank werden, sollten Sie besser den „seefesten"
Teil der Familie für das Abendessen sorgen lassen und sich lieber am Strand in
der Sonne aalen.
Sie können mit der gleichen Gesellschaft auch mit der Hochseejacht, der "Big
Catch", zum Tiefseeangeln fahren. Mit diesem Boot fahren Sie weiter
auf das Meer hinaus und können dort mit Glück auch große Fische fangen.
Reservierung erforderlich.
Segelausflug mit
„Key Sailing"
'Marina Jack (Jachthafen) in Sarasota, Tel. (941) 346-7245, www.siestakeysailing.com
Sie wollen sich einmal wie ein Millionär fühlen und das Leben in vollen
Zügen genießen? Dann sollten Sie sich für einen Ausflug mit der Key Breeze
entscheiden.
Stellen Sie sich vor, Sie aalen sich in der Sonne auf einer 13-Meter-Segeljacht
und Ihr erster Maat Sally bringt Ihnen einen Drink. Ihr Kapitän ist Tom, der
souverän das Schiff steuert, aber wenn Sie es wünschen, überlässt er auch
Ihnen das Kommando oder gibt Ihnen eine Segellehrstunde. Ob Sie einfach nur
ruhige Stunden auf dem Schiff genießen, Schnorcheln oder einsame Strände
besuchen wollen - das reizende Ehepaar Sally und Tom Reed wird alles tun, um
Ihnen den Aufenthalt auf Ihrer Segeljacht, eine wahre Schönheit mit zwei
Schlafkabinen und zwei Bädern, zu einem unvergesslichen Erlebnis zu gestalten.
Sie haben die Auswahl zwischen einem Tagesausflug, einem
Zwei-bis-Drei-Tage-Segeltörn mit Übernachtung an Bord oder einem Kurzausflug
über 2 Stunden in den spektakulären Sonnenuntergang im Golf von Mexico. Je
nach Länge des Ausflugs werden Sie auch von Sally bekocht (selbstverständlich
auch nach Ihren Wünschen), und alkoholfreie Getränke sind ebenfalls im Preis
inbegriffen. Alkoholische Getränke können Sie mit an Bord bringen, sie werden
dann auf Wunsch serviert. Die Preise belaufen sich zwischen 35 $ und 110 $ pro
Person je nach Länge des Ausflugs. Die Reeds nehmen höchstens sechs Gäste an
Bord.
Reservierung erforderlich.
Fahrt mit der Le
Barge
Marina Jack, Sarasota, Tel. (941) 366-6116, www.lebargetropicalcruises.com
Gehen Sie auf eine 2-Stunden-Kreuzfahrt in der Sarasota Bay und bewundern
Sie die schöne Landschaft und die tollen Häuser. Sie werden die „Le
Barge" sofort erkennen, wenn Sie sie sehen, sie ist das einzige Schiff mit
riesigen Palmen auf dem Deck. Seit kurzem werden in Zusammenarbeit mit dem Mote
Marine Laboratory „Dolphin Watch Cruises" angeboten. Es wird Ihnen bei
dieser Fahrt garantiert, dass Sie Delphine sehen. Wenn nicht, bekommen Sie noch
einen weiteren Trip umsonst.
Ansonsten werden noch die „Tropical Sunset Cruise" mit Livemusik und Tanz
in den Sonnenuntergang und eine „Sightseeing Cruise" angeboten. Speisen
und Getränke werden angeboten. Reservierung erforderlich.
Fahrt mit der Bay
Lady
480 Blackburn Point Road, Nokomis (vor der Brücke links), Tel.
485-6366
Eine 2-Stunden-Kreuzfahrt in der Venice Bay und dem Intercoastal Waterway. Sie
beobachten die schöne Landschaft, Wasservögel, und wenn Sie Glück haben auch
Manatees und Delphine. Reservierung erforderlich.
Snook Haven
5000 E. Venice Avenue, Venice (Highway 75, Exit 34), die letzten
200m sind Schotterstraße, Infos: 484-2553 oder 485-7221
Uriges Restaurant mit "Biergarten" und Fishing Camp am wunderschönen
Myakka River. Sie können hier essen (hauptsächlich fried food, aber gar nicht
schlecht, eben amerikanische „Hausmannskost" – probieren Sie die baked
beans!), einen Drink nehmen und dabei die Natur genießen, vielleicht auch einen
Alligator beobachten. Am Abend gibt es Live Musik, 17.00 - 21.00 Uhr. Erwarten
Sie allerdings nicht zu viel, es sind meist richtige „Amateurbands",
deren Bandmitglieder manchmal schon ein biblisches Alter erreicht haben. Am
Sonntag treffen sich hier am Nachmittag zu Livemusik und Bar-B-Q die
Einheimischen, viele davon Motorradfahrer. Damit Sie die großartige Natur
hautnah erleben können,. können Sie hier auch Kanus und kleine Motorboote
mieten
Myakka River State
Park
11 Meilen östlich von Highway 75 auf Rt. 72 (ca. 30 Min. von
Siesta Key - auf der Verlängerung der Clark Road), geöffnet von 8 Uhr bis
Sonnenuntergang, Tel. 365-0100, www.myakka.sarasota.fl.us
Sie wollen die Everglades und besonders auch Alligatoren sehen, aber nicht bis
in den Everglades Nationalpark fahren? Dann sind Sie hier genau richtig! Der
Myakka State Park ist der größte und älteste State Park in Florida.
Wenn Sie durch den Myakka State Park fahren, kommen Sie an einem kleinen
Parkplatz mit der Beschilderung zum Canopy Walkway vorbei. Nach einem
kurzem Fußmarsch erreichen Sie die Hängebrücke, die Sie zum Aussichtsturm
führt. Das Erklimmen des Turmes wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt.
Es ist ein sehr schöner und ursprünglicher Naturpark am Myakka River. Hier
können Sie Natur pur erleben, besonders schön natürlich in einem Kanu, das
Sie dort mieten können. Wenn Sie sich nicht mutig genug fühlen, zwischen
Alligatoren herum zu paddeln, können Sie eine Fahrt mit dem großen Airboat
unternehmen. Ein Ranger wird Ihnen sehr fachkundig alles erklären. Auch zu Fuß,
auf dem Fahrrad (Sie können es dort mieten) oder in einem Zug können Sie die
Natur genießen.
Immer sollten zu sehen sein: Alligatoren (alligators), Geier (vultures),
die unterschiedlichsten Wasservögel, wie Graureiher (great blue heron),
Silberreiher (egrets), Ibis und Fischadler (ospreys), Eichhörnchen (squirrels)
und Falken (hawks)
Wenn Sie Glück haben: Weißkopfadler (bald eagle - das Wappentier der
USA), Rehe (deer), Löffelreiher (spoonbill), Kraniche (cranes), wilde
Truthähne (wild turkey), weiße Pelikane (white pelicans), Füchse (fox),
Waschbären (racoons), Schildkröten (turtle), Wildschweine (wild boar),
Fischotter (fishotter), Gürteltiere (armadillos), verschiedene Arten von
Schlangen, die meisten ungiftig, trotzdem sollten Sie nur mit guten Schuhen
durch Gras und Gebüsch gehen.
Nur mit sehr viel Glück, eher unwahrscheinlich, können Sie dort den vom
Aussterben stark bedrohten Florida-Panther sehen. Im letzten Jahr wurde einige
wenige Male ein Bär gesehen. In der Literatur kann man nachlesen, dass im 18.
Jahrhundert Braunbären am Myakka River beheimatet waren. Allerdings sind sie im
19. Jahrhundert durch Jagd ausgerottet worden. Nun scheint ab und zu ein
Exemplar durch die Gegend zu streifen. Also, halten Sie die Augen offen!
Um die gesamte Schönheit dieser Landschaft und ihrer Tierwelt erleben zu
können, bedarf es allerdings etwas Geduld und genaues Hinsehen! Ein Fernglas
sollten Sie immer dabei haben.
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